Über dieses Hörbuch
Eine Begegnung in Rom führt den Erzähler zu einer Geschichte aus der Welt der frühen Christen. Das Leben des jungen Ambrosius verstrickt sich mit Amena, einer rätselhaften Frau, deren Gegenwart seine Bindungen erschüttert. Anziehung und Angst erschweren das Verständnis einer Beziehung in einer Welt, in der Glaube eine gefährliche Form von Treue verlangen kann.
Alexei Konstantinowitsch Tolstoi verbindet antike Atmosphäre mit der Ungewissheit einer übernatürlichen Erzählung. Persönliche Verletzlichkeit steht neben den Versuchungen der Umgebung. Der äußere Anschein garantiert kein Vertrauen. Fragen nach Aufrichtigkeit und Verrat entwickeln sich durch Begegnungen, deren Bedeutung über die unmittelbaren Umstände hinausweist und die Sicherheit eigener Deutungen immer wieder belastet.
Das Werk untersucht Gewissen, Begehren und Geschichten zur Erklärung überwältigender Erfahrung. Seine Rahmenstruktur macht das Verhältnis zwischen gehörtem Bericht und den Gefühlen des Zuhörers bedeutsam. Eine vorgestellte Vergangenheit wirft dadurch ein beunruhigendes Licht auf die Gegenwart. Nicht allein das Erzählte, sondern auch seine Aufnahme verändert, wie Menschen eine Begegnung verstehen und welche Möglichkeiten sie darin erkennen.